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YARALIM NÜKHET DURU
Bir oyunla basladı bütün hikayem
Ne başı, ne sonu belli değil
Yaşamadım çocuksu günleri
Hesabını kime soracağım bugün
Kime belli değil

Yaralım, bebeğim özlemin başucumda
Ah yaralım kara bahtım
Ayrı düştük dayanalım
Ah yaralım kara gözlüm

Gel bu hale biz dayanalım ah..
Her gece düşümde seni aradım
Ellerini öptüm doyamadım
Yaşamadım çocuksu günleri
Hesabını kime soracağım bügün
Kime belli değil
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    KOFFERKİNDER

    Zurückgelassen - Ein Leben zwischen zwei Ländern

    Was genau sind Kofferkinder? Und woher kommt der Name? Es gibt sicher viele Menschen, die das Wort ,,Kofferkinder‘‘ noch nie zuvor gehört haben. Mit Reisen in dem Sinne hat das Wort leider nicht viel zu tun. Vielmehr geht es um die Gastarbeitergeneration, die in den 1960er und 1970er Jahren nach Deutschland zum Arbeiten kam. Es geht um die Schicksale der Einwandererfamilien. Es geht darum, dass Viele von ihnen Angehörige ihrer Familie in der Heimat zurücklassen mussten. Darunter vor allem Kinder. 

     

     

    Zu Beginn des Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und der Türkei im Oktober 1961 war der Nachzug von Familienangehörigen zunächst unerwünscht. Manche ließen daher ihre Ehefrauen bzw. Ehemänner zurück in der Türkei, manche sogar ihre kleinen Kinder, die daraufhin bei Verwandten untergebracht wurden. Sei es bei den Großeltern, der Tante, dem Onkel oder sonst irgendeinem Angehörigen aus der Verwandtschaft. In dem Glauben, nach einem Jahr oder zwei Jahren wieder in die Heimat zurückzukehren, wurden die Kinder ohne Eltern groß, denn diese blieben zum Teil länger als gedacht in Deutschland. Sie arbeiteten hart und viel, alles in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Oft wurden aus den anfänglich zwei Jahren fünf oder sogar zehn Jahre, in denen die Kinder vaterlos und mutterlos aufwuchsen und zwischen Deutschland und der Türkei pendeln mussten, um ihre Eltern wenigstens ab und zu sehen zu können. 

    Die türkischstämmige Autorin Gülçin Wilhelm behandelt in ihrem Buch ,,Generation Koffer - Die Pendelkinder der Türkei‘‘ (2011) das Schicksal tausender von Gastarbeiter-Kindern türkischer Herkunft. Wilhelms Recherchen zufolge wurden rund 700.000 Kinder türkischer Einwanderer über Jahre hinweg in der Türkei bei Verwandten zurückgelassen, nachdem ihre Eltern als Arbeitskräfte nach Deutschland reisten. In den meisten Fällen wurden die Kinder Jahre später nach Deutschland geholt, zum Teil allerdings aus verschiedenen Beweggründen wieder in die Türkei zurückgeschickt.  Dies führte dazu, dass die Kinder sich verlassen und einsam fühlten und das Vertrauen in ihre Eltern verloren. Schmerzliche Erinnerungen und gemischte Gefühle, die viele der Betroffenen noch heute versuchen zu verdrängen. Nicht nur die Trennung von den eigenen Eltern wurde als großer Schmerz empfunden und führte zu einer dauerhaften Art der Entfremdung, auch die Trennung von den Bezugspersonen in der Türkei löste erneut Gefühle voller Sehnsucht, Schmerz und Tränen aus. Diese waren oft viel schlimmer als die Trennung von den Eltern, an die die Kinder oftmals gar keine Erinnerungen hatten. Denn die Oma und der Opa waren es, die sich rührend und voller Liebe und Aufmerksamkeit um die Kinder gekümmert hatten. Die 41-jährige Dilek ist nur ein Beispiel von vielen für ein derartiges bewegendes Kindheitserlebnis. Sie wurde im Alter von zwei Monaten bei den Großeltern in der Türkei zurückgelassen, während ihre Eltern nach Deutschland zum Arbeiten gingen. Erst mit fünf Jahren wurde sie nachgeholt. Sie beschreibt die Trennung von ihren Großeltern folgendermaßen: ,,Ich war zutiefst verletzt, als meine Großeltern mich nach Deutschland brachten, um dann schnell wieder zu verschwinden, ohne sich von mir zu verabschieden. Meine Oma hat sich dabei wahrscheinlich gedacht, dass ich die Trennung dadurch als weniger schmerzhaft empfinden würde. Ich hätte mir beim Abschied aber Tränen gewünscht, um die Trauer bewusster erleben zu können. Die Art, wie sie ging, ließ mich mit dem Gefühl zurück, dass sie mich nicht mehr liebte…“. Diese oder ähnliche traumatische Schicksale teilen viele Menschen mit Migrationshintergrund der zweiten Generation der heute 35- bis 50-Jährigen. Sie alle waren jahrelang getrennt von ihren Eltern, sahen diese einmal im Jahr während der Sommerferien und konnten den Kontakt lediglich durch Briefe aufrechterhalten. Der Film ,,Kofferkinder - Zurückgelassen in der Türkei‘‘ von Anke Kültür (2014) arbeitet anhand einiger Beispiele dieses Tabu der Kofferkinder in der türkischen Migrationsgeschichte auf. Auch der Film ,,Almanya - Willkommen in Deutschland’’ (2010) behandelt das Thema Migration, indem drei Generationen einer typisch türkischen Einwandererfamilie näher betrachtet werden.

    Ein sehr schmerzliches, heikles Thema, das auf jeden Fall weiter aufgearbeitet werden und den Betroffenen auf diese Weise helfen sollte, sich mit dem Thema und mit den Angehörigen auseinanderzusetzen und auszusprechen.

     

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